Zum Thema Ölverbrauch gibt es nach wie vor nicht viel Neues zu berichten ;-) - mir bleibt nur die Feststellung, dass sich der Ölverbrauch nach ca. 26.000 km nach wie vor auf 0.0 Liter beläuft.
Das Thema 'Ölstand messen' ist bei einer R 1200 GSA mit Bordcomputer kein Thema mehr, da dieser über eine integrierte Ölstandsanzeige und -warnung verfügt. Da ich mir dieses Extra und die hierfür erforderlichen 140,- € bei der ersten GSA noch gespart hatte, musste ich deshalb auch gem. der Service-Information Nr. 4 des techn. Kundendienst von BMW vom 11.02.2002 regelmäßig den Ölstand prüfen. Bei der zweiten GSA war der BC mit integrierter Ölstandsanzeige und -warnung dabei, so dass ich die Werte jetzt bequem im Display nachschauen kann. Nichts desto trotz kann ein regelmäßiger Blick aufs Schauglas nicht schaden, da letztendlich einfach die Tatsache bleibt, dass unsachgemäßes Ablesen des Ölstandes und daraus resultierendes, unangemessenes Nachschütten nicht ohne Folgen (Blaurauch, Ölverbrauch, ...) bleiben. Und was bei zu wenig Öl im Ölkreislauf des Boxers passiert, brauche ich wohl nicht zu erwähnen?! Öl ist nunmal der Schmierstoff, der nicht nur dafür sorgt, dass der Motor im wahrsten Sinne reibungslos läuft. Öl übernimmt auch die Kühlfunktion. Aus diesem Grund kommt es darauf an, dass immer die richtige Menge Öl in Motor, Getriebe und Antrieb enthalten ist.
Für eine bekennende Tourenschwuchtel wie mich ist dieses Thema bei der Adventure nicht wirklich brennend (zumal ich von der Geländebereifung abgesehen habe!); bei Km-Stand 15.375 habe ich bei der '06er sicherheitshalber zwei 'neue' Tourance aufziehen lassen und auch bei der '07er hat der BW 501/502 knapp 15.000 km gehalten. Da der Heidenau K60 dann, als ich ihn brauchte, nicht lieferbar war und ich im Netz über ein gutes Angebot für den Conti Trail Attack (Freigabe) gestolpert bin - und auch zugeschlagen habe - muss der Stollenreifen noch bis auf weiteres warten; bei KM 14.500 habe ich auf den CTA gewechselt und der macht bisher einen richtig guten Eindruck. Mittlerweile habe ich ihn ungefähr 12.000 km gefahren und so wie es aussieht hält er auch noch ca. 3 - 4.000 km: er fährt sich nach wie vor sehr präzise, handlich und zielgenau; obendrein glänzt er mit satter Stabilität. Der Grip liegt bei allen Wetterbedingungen auf ziemlich hohem Niveau und der Grenzbereich kündigt sich rechtzeitig und relativ gutmütig an.
Nachdem es für die R 1200 GS/A nach einer gefühlten Ewigkeit nunmehr auch eine entsprechende Freigabe für den K60 Scout gibt, habe ich für den nächsten Reifenwechsel jetzt aber wirklich den Griff zu den Grobstöllern von Heidenau ins Auge gefasst. Der K60 Scout soll die Traktion eines Enduro- mit der Kilometerleistung eines Straßenreifens verbinden und das Optimum für alle Enduristen, die auf- und abseits befestigter Wege fahren, sein (so zumindest ein Testbericht auf Bike Tour Germany's Bi-Lingual BLOG)?!
Aufgrund des Mehrgewichts von gut 30kg soll sich lt. BMW der Spritverbrauch der BMW R 1200 GS Adventure mit 4,6l bei konstant 90 km/h und mit 6,1l bei konstant 120 km/h nur unwesentlich nach oben verändern (Vergleich R 1200 GS: 4,5/6,0l)?! Nach gut 19.000 km bzw. jetzt ca. 26.000 km mit der zweiten Adv kann ich das mehr als nur bestätigen, der Durchfluß beträgt so um die 5.5l auf 100 km und liegt damit auf bzw. leicht unter dem Level der blauen R 1200 GS?!
Die Tankanzeige bei der ersten GSA war einfach nur ein Witz: bei vollem Tank wurden alle Balken angezeigt, 150 - 200km später sind es nur noch zwei Balken, mit denen ich allerdings bis zum Sanktnimmerleins-Tag spazierenfahren kann. Am 05.09. habe ich der Q deswegen den neuesten Softwarestand aufspielen lassen, der dieses Problem beheben sollte. Von der Optik her sehen die oberen vier Balken der Tankanzeige jetzt etwas anders aus, die Anzeige selbst ist aber kein bißchen genauer geworden und verhält sich wie gewohnt - jetzt weiß ich auch, warum BMW für 140,- € einen Bordcomputer anbietet x(.
Erklärung aus dem BoFo: alle Fahrzeuge ohne Bordcomputer ermitteln den Tankinhalt über einen Hebelgeber! Die Tankanzeige zeigt bis zur Hälfte des Tankvolumens 'voll' an, danach läuft sie in Segmenten relativ linear runter. Sobald der Schaltpunkt für die Restreichweite erreicht ist, wird über die Einspritzmenge das restliche Tankvolumen errechnet. Bei Fahrzeugen mit Bordcomputer läuft das ganze über einen Foliengeber, der auch in der Lage ist, im oberen Bereich Änderungen im Kraftstoffniveau anzuzeigen. Hier ist die Tankanzeige linear. Es gibt allerdings Geber die nicht richtig kalibriert sind.
Die Tankanzeige der '07er GSA mit BC zeigt nun auch wirklich realistischere Werte, wenn sie nicht gerade den Geist aufgegeben hat. Am 07.08.08 zum Beispiel (siehe auch den entsprechenden Eintrag im Tagebuch) durfte ich die überraschende Erfahrung machen, dass die Anzeige im Display nicht zwingend mit der Realität übereinstimmen muss. Sieben Kilometer vor Wolfratshausen ist die Q ist mit leerem Tank stehengeblieben, weil der Tankgeber völlig falsche Werte geliefert hat (1/2-voll und Restreichweite von ca. 300km) und ich ihm auch prompt auf den Leim gegangen bin +) x(.
Adventure
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Tagebuch
Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der original verbauten Batterie schieden sich bei der R 1200 GS bekanntlich ja die Geister. Diese Leidenszeit hat mit Einführung einer leistungsfähigeren Lichtmaschine aber ein Ende und das Licht bleibt auch beim Bremsen hell ;-) ... am 21.03.2011 wurde ich von der Realität eingeholt: bei KM 21.819 gab die Batterie völlig überraschend und ohne jede Ankündigung den Geist auf.
In der Motorrad 14/2008 wurden diverse Bremsbeläge für die R 1200 GS/Adventure getestet. In diesem Vergleich wurden keine wirklich schlechten Beläge ausgemacht, aber einen klaren Verlierer gab es dann doch: die BMW-Bremsebeläge schnitten mit Abstand am schlechtesten ab. Im Vergleich mit den getesteten Zubehör-Belägen waren sie zu teuer und wiesen auch nicht gerade berauschende Funktionswerte auf. Als Testsieger gingen die Beläge von Brembo und Lucas aus dem Test hervor ...
Nach einer Mitteilung des BMWPressClub können die Motorräder der aktuellen Modellpalette von BMW Motorrad und alle älteren Modelle problemlos auch mit Ottokraftstoffen betrieben werden, die einen zehnprozentigen Ethanol-Anteil (E10) haben. Zu beachten ist, dass die in der entsprechenden Betriebsanleitung empfohlenen Kraftstoffqualitäten (z.B. 95 oder 98 ROZ/RON) eingehalten werden.