Navigation

BMW Motorrad Navigator

Immer das Ziel vor Augen haben und die schönen Plätze in Europa bewusst ansteuern - das erleichtert der BMW Motorrad Navigator, der von BMW Motorrad in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Firma Garmin entwickelt wurde. Das GPS-Navigationssystem war ab Mitte April 2002 an u.a. für die R 1150 GS und R 1150 GS Adventure für 1.940,- Euro erhältlich.

Der leicht montierbare BMW Motorrad Navigator (siehe Presse-Information vom 26. März 2002) bestand aus einem spritz- wassergeschützten Kunststoffgehäuse mit den Maßen 17 x 8 x 6 cm, einem 8,6 x 4,5 cm großen, farbigen Display mit hoher Auflösung (305x160 Pixel) und wiegt 635 g. Durch den speziell für BMW Motorrad entwickelten und exklusiv angebotenen Anti-Reflection Screen sind die Anzeigen gut ablesbar, bei Nachtfahrten bot das System automatisch eine blendfreie Nachtdarstellung, die auch manuell einstellbar ist.

Bedient wurde das System mit Funktionstasten über ein übersichtlich strukturiertes Menü. Darüber hinaus wurden zusätzliche Informationen, sogenannte Points of Interest, wie z. B. Tankstellen, BMW Motorrad Händler, Restaurants angezeigt ... (weitere Beschreibung siehe das hinterlegte PDF).

In der Praxis wurden die Routen auf dem BMW Motorrad Navigator im Farbdisplay rosa hinterlegt und waren leicht zu erkennen. Die eigene Position wurde - innerhalb bestimmter Toleranzen - auf den Straßenverlaufend fixiert. Kurze Aussetzer im Satellitenempfang interpolierte Navi relativ gut und fuhr auf der Strasse mit der zuletzt gemessen Geschwindigkeit weiter. Ein eigentlicher Vorteil - das Auto-Routing - hat mich bei geplanten Routen anfangs doch ziemlich gestärt und wollte abgestellt werden, damit die automatische Neuberechnung nicht laufend dazwischen funkt. Insgesamt war das Teil wirklich gut händelbar, aber im Laufe der Zeit hinsichtlich Rechenleistung, Speicherkapazität und aktueller Funktionen doch ziemlich veraltet und überholt.

Habe ich für den BMW Motorrad Navigator im Sommer 2004 immerhin auch noch 895,- Euro incl. Zubehör hingelegt und war damit glücklich und zufrieden, so war er doch spätestens ab 2007 neben den oben erwähnten Schwächen hinsichtlich Rechenleistung und Speicherkapazität auch wegen nicht mehr topaktueller Karten veraltet und überholt. Das habe ich lange Zeit akzeptiert, denn für meine Zwecke tat es der 'alte Hund' samt dem European City Navigator in der Version 5 allemal (lediglich im Stadtverkehr waren die alten Karten manchmal etwas verwirrend ;-)). Ich war trotzdem einfach zufrieden mit dem Ding, bis ich dann im Herbst 2010 überraschend doch meinte, es wird langsam Zeit, sich nach etwas neuem umzusehen.

Bei der Gelegenheit ein kleiner Tipp am Rande: Wer sein Gerät verkaufen möchte und sich zuvor bei Garmin registriert hat sollte dafür sorgen, dass das Gerät wieder 'deregistriert' wird. Grundsätzlich ist das bei Garmin wohl nicht vorgesehen, so dass man am einfachsten sein 'myGarmin-Konto' weitergibt oder beim überaus 'coolen' Garmin-Support nachhakt.

Garmin Zumo 550

Nachdem ich den BMW Motorrad Navigator verkauft hatte, habe ich mir umgehend ein Garmin Zumo 550 zugelegt, da es meiner Ansicht und auch entsprechenden Tests ( z. B. ADAC Test für Navigationsgeräte für Motorräder) nach mit eines der geeignetesten Geräte für den Motorradeinsatz auf dem Markt ist. Ein robustes Navigationssystem, welches neben einer optimierten Bedienung für Motorrad-Handschuhe ein wasserdichtes Gehäuse sowie Bluetooth-Technik für die Kommunikation mit dem Sozius oder dem Handy bietet.

Ein Navigationssystem muss - wie gesagt - für den Einsatz auf dem Motorrad besonders gerüstet sein. Hier ist das Navi im Vergleich zum Einsatz im geschützen Auto nicht nur Wind- und Wetter schutzlos ausgesetzt. Auch der Bildschirm muss besondere Auflagen erfüllen, ebenso wie das Benutzer-Interface. Für raue Wetterbedingungen ist das Zumo 550 wasserdicht nach IEC 529 IPX-7 Norm. Darüber hinaus ist das 3,5-Zoll-Display auch bei direkter Sonneinstrahlung gut ablesbar und dank großer Buttons mit den meisten Motorrad-Handschuhen gut bedienbar. Ebenso robust wie das Gehäuse ist auch die Halterung ausgelegt: Sie wurde entwickelt, um selbst stärksten Erschütterungen und wildesten Fahrmanövern Stand zu halten.

Damit der Fahrer den gesprochenen Anweisungen des Zumo auch Folge leisten kann, bietet das Navigationssystem Stereo Bluetooth-Technologie (A2DP) zur Übertragung der Navigationsanweisungen an einen bluetooth-fähigen Helm oder einen entsprechenden Kopfhörer. Aber auch ohne Bluetooth lassen sich die Ansagen in den Helm übertragen: Per simplem Audiokabel sind handelsübliche Kopfhörer schnell mit dem Zumo verbunden. Bluetooth dient Zumo 550 jedoch noch einem weiteren Zweck: Ein bluetooth-fähiges Handy vorausgesetzt, kann der Fahrer auch während der Fahrt frei sprechen, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen.

Das Zumo 550 enthält vorinstallierte Straßenkarten von 33 Ländern West- und Osteuropas sowie eine umfangreiche Datenbank mit vielen POIs (Points of Interest). Dazu zählen Tankstellen, Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Stauumfahrung per Warndienst TMC gibt es ab Werk nicht, lässt sich aber aus dem Zubehör-Shop nachrüsten.

Selbst gegen Langfinger ist das Zumo 550 gerüstet: Das so genannte Garmin Lock sperrt als Diebstahlschutz alle Funktionen, bis der Benutzer eine vorher festgelegte 4-stellige PIN eingibt oder alternativ das Gerät an einen vorher von ihm selbst festgelegten sicheren Ort bringt. Ist dem Dieb die PIN oder der gespeicherte Ort unbekannt, funktioniert das Zumo nicht - und die Diebe schauen in die Röhre.

Eigene Erfahrungen - mit Ausnahme des An- bzw. Einbaus - kann ich aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit noch nicht zum Besten geben. Ich hoffe aber, dies spätestens im nächsten Frühjahr nachholen zu können. Bis dahin kann ich noch ein wenig mit dem Teil herumspielen und MapSource ein wenig malträtieren ;-). Der Anbau war Dank des mitgelieferten Anbaumaterials und des bereits montierten originalen Navihalter denkbar einfach und ging in ein paar Minuten über die Bühne. Aufgrund der Abmessungen des Zumo musste ich den Halter lediglich von der bisher mittigen Position etwas nach links verschieben, um den freien Blick auf die Instrumente zu gewährleisten; das Verlegen des Kabels mit offenen Enden und der Anschluss an die Batterie war ebenfalls kein Akt.

Weitere Information (Handbücher, Downloads und technische Details sind auf der Garmin-Seite nachzulesen. Ich hoffe, dass mir der Zumo ebenso gute Dienste wie der BMW Navi bei besserer Leistung und mit mehr Komfort leistet.

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BMW Motorrad Navigator
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... auf der R 1200 GS Adventure
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... auf der Adventure (Seite)
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... auf der Adventure (Hinten)
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... auf der Adventure (Vorne)
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Garmin: Umzug von Windows auf Mac

Nachdem ein iMac seit geraumer Zeit mein Hauptarbeitsgerät ist, stand auch ein Umzug der kompletten Garmin-Karten und -Tools vom (virtuellen) Windows auf OS X 10.6.8 an. Das Ganze hat sich im Nachhinein als total trivial erwiesen, obwohl ich schon größte Befürchtungen hatte. Für den Umstieg bietet Garmin sogar einige Tools an ... . Mehr zu diesem Thema findet man unter 'Absurde Zeiten.

 
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