Am Sonntag, den 24.04.2005 um 11.00 Uhr fand in Halbing bei Ebersberg die vom Ebersberger Sauhaufen organisierte Motorradweihe statt. Einen kleinen Einblick über das, was bei der Weihe so geboten ist, können vielleicht die nachstehenden Bilder und Zeilen beschreiben?!
Halbing - "Motorradfahrer sind die besseren Liebhaber". Das sagte Pater Günter Reizi bei der traditionellen Motorradweihe 2003 des Ebersberger Sauhaufens vor der Kapelle in Halbing. Reizi machte das Thema Nächstenliebe zum Kernpunkt seiner Predigt.
Rund 730 Motorräder, Gespanne und Trikes rollten an der kleinen Kapelle von Halbing vorbei. In einem langem Zug ging es dann Richtung Oberndorf. Die Motorradweihe fand in diesem Jahr bereits zum 15. Mal in direkter Reihenfolge statt. Und auch diesmal hatten die Veranstalter Glück mit dem Wetter. Abgesehen von ein paar Tropfen aus dunklen Wolken blieb es trocken.
Gleich zu Beginn begrüßte Bürgermeister Walter Brilmayer die Gäste am "schönsten Fleck von Ebersberg". Brilmayer wünschte sich, dass das Wetter schön bleibe. Geregnet habe es schließlich schon während der Nacht, so der Rathauschef. "Typisch Politiker, die wünschen sich immer etwas", kommentierte daraufhin Pater Günter Reizi, der ebenfalls mit dem Motorrad angereist war. Zum Wetter meinte er zuversichtlich: "Das einzige Wasser, das euch heute trifft, bekommt ihr von mir".
Motorradfahren habe viel mit Fingerspitzengefühl und Ausgleich, also auch mit Nächstenliebe zu tun, so Reizi in seiner Predigt. Die Freude am Motorradfahren komme zudem aus dem Inneren des Menschen. Mit dieser Freude solle man auch mit den Mitmenschen umgehen. Wir müssen aber auch alle lernen, mit uns selbst umzugehen", so der Pater. Das sei die Basis, um zum Guten und zum Bösen in einem selbst Ja sagen zu können. Wenn das bei jedem so wäre, dann gebe es weniger Kriege und weniger Kampf um das Geld. "Wir wollen Gott bitten, uns Menschen werden zu lassen, damit wir alle leben können".
Anschließend rollten die Maschinen vorbei. Ein kleiner Blumenstrauß war an den Lenkern festgebunden. Unter den herausgeputzten Motorrädern waren auch einige Oldtimer zu sehen. Zum Abschluss bildeten alle Teilnehmer wieder einen Korso zur Kugler Alm, wo sich die Biker in der Kugler Alm zum gemütlichem Beisammensein einfanden. Die Strecke zur Kugler Alm führte über Mailing, Langwied, auf die B 305 zum Marktplatz in Ebersberg und weiter Richtung München.
Die Ebersberger Motorradweihe ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem jährlichen BoFo-Treffen 'verkommen' ;-). Waren wir vor drei Jahren noch eine Handvoll Unerschrockener, so nimmt die Sache mittlerweile doch ganz schöne Dimensionen an und so passten bei der traditionell am letzten Sonntag stattfindenden Weihe schon fast nicht mehr alle auf's obligatorische Gruppenfoto. ;-)
Selbstverständlich lauschen auch die Boforisti den eindringlichen Worten und der kurzen Andacht des Pfarrers, nehmen inständig am gemeinsamen Gebet teil und bitten wie alle anderen auch um Gottes Segen. Neben diesem 'Rahmenprogramm' gibt es aber natürlich auch (zumindest) eine interne BoFo-Veranstaltung in Form einer gemeinsamen An- und Abfahrt (mit ein wenig Glück auch mit kleineren Geländeeinlagen), einem gemeinsamen Weißwurst-Frühstück aus Schiedis Touratech-Boxen oder so etwas in der Art. Insgesamt war es bisher immer ein vergnüglicher und kurzweiliger Tag in Ebersberg. Nicht das wir uns falsch verstehen, dass 'vergnüglich' stand und steht angesichts des eigentlichen Sinnes der Veranstaltung nie im Vordergrund!
Jede Menge aktuelle Bilder von den Motorradweihen 2007/2008/2009 in Halbing sind im BoFo bzw. beim Ebersberger Sauhaufen zu finden :-).
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